Gaggia Classic Pro und Evo Pro (bis 2024): Spickzettel

Recherchiert Nicht selbst getestet. Aus Testberichten und Foren, in eigenen Worten

Die Gaggia Classic gibt es in mehreren Versionen, und sie unterscheiden sich in Details, die beim Zubehör wichtig sind. Dieser Spickzettel gilt für die Classic Pro (2019) und die Classic Evo Pro (2023 und 2024) mit Aluminiumkessel. Meine eigene Maschine ist die neuere E24 mit Messingkessel. Wo sie sich unterscheidet, steht es in der Liste unten.

Faustregel

Ohne PID schwankt die Temperatur. Lass Wasser durch die Gruppe laufen, bis die Brüh-Leuchte ausgeht (die Heizung springt an), und richte deinen Bezug nach diesem Heizzyklus aus. Die genaue Wartezeit unterscheidet sich von Maschine zu Maschine: Notiere deine.

Welche Version hast du?

  • Classic Pro (2019): verchromter Siebträger aus Messing, laut Quellen ein Standard-Siebträger mit 58 mm. Das 3-Wege-Magnetventil ist seit dieser Version dabei.
  • Classic Evo Pro (2023): Siebträger komplett aus Edelstahl, Brühgruppe aus massivem Messing statt verchromt, Kessel mit Antihaftbeschichtung. Mit dieser Beschichtung gab es laut einem Test Probleme.
  • Classic Evo Pro (2024): wie 2023, aber mit unbeschichtetem Aluminiumkessel.
  • Classic E24: wie die Evo Pro, aber mit Messingkessel. Beim Zubehör aufpassen: Kaffeemacher und meine eigene E24 zeigen, dass kein normaler 58-mm-Siebträger passt (dickeres, versetztes Bajonett). Ein Händlertext nennt die E24 trotzdem Standard-58. Ich kaufe nur Siebträger, die ausdrücklich für die Gaggia Classic gelistet sind.

Temperatur-Surfen in Kürze

Die Classic regelt ihre Temperatur mit einem Thermostat. Das Wasser pendelt deshalb zwischen zu heiß und zu kalt. Der Blog Coffeeblog empfiehlt als ersten Schritt, Heißwasser per Brühtaste durch die Gruppe zu lassen, bis die Leuchte ausgeht. Wer mit dem Ergebnis ohnehin zufrieden ist, braucht das Ritual nicht. Wer mal gute und mal schlechte Shots zieht, profitiert davon.

Typische Stolpersteine

  • Zu langsamer Durchlauf: Kommt in rund 30 Sekunden deutlich weniger als etwa 30 g in die Tasse, ist der Puck zu dicht. In einem Forum riet ein Mitglied dann zu gröberem Mahlgrad oder leichterem Tampen.
  • Startpunkt: An meiner E24 funktionieren 18 g Pulver zu etwa 36 g Espresso in 25–30 Sekunden (selbst getestet, mit meiner Mühle und meinen Bohnen). Bei dir kann es abweichen, nimm es als Ausgangspunkt.
  • Sehr heiß nach langem Aufheizen: Ein Forennutzer beschrieb eine ältere Classic, die nach mehr als 10 Minuten fast nur Dampf aus der Gruppe lieferte. Ein erfahrenes Mitglied vermutete einen defekten Brüh-Thermostat.
Achtung

Thermostat, Heizung und Kessel stehen unter Netzspannung und Druck. Lass Verdacht auf einen Defekt von Fachleuten prüfen. In Foren wird oft auch der Druckbegrenzer (OPV) verändert. Das ist ein Eingriff in den Druck der Maschine, dafür gebe ich hier bewusst keine Anleitung.

Weiterlesen: Mahlgrad für Espresso einstellen · Siebträger pflegen

Hat’s bei dir funktioniert? Welche Wartezeit nutzt du? Schreib mir über die Kontaktseite.